Das Projekt Gründerinnenzentrale – Navigation in die Selbständigkeit wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.

Die junge Gründerin Bianca Limbach hält ihre Kopf leicht schräg und lächelt offen. Sie trägt eine gerahmte Brille und trägt ihr braunes Haar kurz. Sie posiert vor einem dunklen Hintergrund und trägt ein helles Kostüm.

Bianca Limbach

ist seit 2006 selbstständig im Bereich Presse- und Eventmanagement. Vor einigen Jahren hat sie sich ein zweites selbstständiges Standbein geschaffen und vertreibt jetzt mit ihrem Team Plan B im Network-Marketing nachhaltige vegane Körperpflege ohne Schadstoffe.

Wie betrifft euch die momentane Lage?

Logischerweise sind alle Events auf Herbst oder Winter verschoben. Ob diese tatsächlich 2020 noch durchgeführt werden können, ist ungewiss. Dieser Bereich entfällt somit komplett. Mein zweites Standbein rettet zurzeit einiges, denn es ist ein Online-Shop mit einem starken Partnerunternehmen.

Was macht die momentane Situation mit euch und eurem Unternehmen?

Die Stammkundschaft vom Online-Shop bestellt wie gewohnt. Wer selbst von der Krise betroffen ist, bestellt ggf. statt drei nur zwei Produkte. Da merken wir die Krise ein bisschen. Doch es gibt meinem Team und mir eine gewisse Grundstabilität, denn viele aus meinem Team machen es nebenberuflich. Wir sind alle froh, noch eine Alternative zu haben. Wir gewinnen auch neue Kundschaft, denn viele Menschen denken um und kaufen bewusster ein. Menschen wollen inzwischen mit ihrem Geld etwas bewirken. Das verschafft uns mehr Aufmerksamkeit. Nachhaltigkeit, Mensch- und Tierwohl sind Themen, die vermehrt diskutiert werden. Ebenso wie faire Löhne/Grundeinkommen etc. Viele Kund*innen sind uns gegenüber loyal und äußern das auch. Das ist ein schönes Gefühl und zeigt mir persönlich, dass ich Gutes tue.

Welche Schwierigkeiten habt ihr zu bewältigen?

Alle Offline-Veranstaltungen wie Produktpräsentationen haben wir innerhalb von 24 Stunden auf online umgestellt. Da war ich erst skeptisch, doch es wird sehr gut angenommen. Durch „Zoom“ erreichen wir nun auch Menschen, die nicht in Berlin leben. Oder Alleinerziehende, die sich sonst auf Kinderbetreuung angewiesen sind.

Welche Unterstützung habt ihr (geschäftlich wie privat)?

Geschäftlich: Das Partnerunternehmen handelt trotz seiner 24-jährigen Erfahrung immer sehr innovativ, flexibel und am Puls der Zeit. Uns wurden unmittelbar neue Online-Vorlagen etc. zur Verfügung gestellt. Online Coaching und Trainings hatten wir davor auch schon, da wir europaweit arbeiten. Zudem gab und gibt es immer wieder Produkt-Aktionen, was die Kundschaft und uns sehr freut.

Privat: Homeoffice bin ich im Network-Marketing gewöhnt. Mein Freund unterstützt mich beruflich sehr. Da sind wir schon gut eingespielt. Da wir keine Kinder haben, entfällt Homeschooling & Co. Jedoch hat mein Freund eine Autoimmunerkrankung, sodass wir beide sehr vorsichtig sind. Einkäufe, Besorgungen mache ich alleine. Das nimmt gerade mehr Zeit in Anspruch, entschleunigt mich jedoch auch sehr. Da er einige Zeit nicht zur Physiotherapie gegangen ist, haben wir gemeinsam Yoga zu Hause gemacht – eine Premiere.

Habt ihr spezielle Angebote in Anspruch genommen?

Ich nutze viele „Zoom-Treffen“ mit anderen Netzwerken zum Austausch. Mir fällt auf, dass ich wieder viel mehr telefoniere.

Habt ihr Fördergelder (wie z.B. Soforthilfe Landesmittel oder Coronahilfe vom Bund) beantragt? Mit welchem Ergebnis?

Die Soforthilfe für Solo-Selbstständige habe ich beantragt, damit ich die Eventausfälle überbrücken kann. Noch finanziert mich mein 2. Standbein nicht vollständig, doch es wird zunehmend mehr. Wie sich gerade zeigt, finde ich einen Ausstieg aus dem Eventbereich mehr als sinnvoll – im wahrsten Sinne des Wortes.

Scroll to Top

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Skip to content