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Alexandra Quiring-Tegeder, Agidium – Beratung und Agentur für digitale Umbrüche UG

Gründungsjahr: 2014, Branche: Webentwicklung und Onlinemarketing

Was macht Sie zur erfolgreichen Unternehmerin?

Noch bin ich dabei als Unternehmerin meinen Weg zu gehen und da sehe ich Machen und Weitermachen als die wichtigsten Erfolgskriterien. Klar, man muss auch das Richtige machen und das zum richtigen Zeitpunkt. Aber was das Richtige war und ob der Zeitpunkt passte, entscheidet sich häufig hinterher.

Wie war Ihr Werdegang von der Gründung bis heute?

Wir haben zunächst hauptsächlich für einen großen Auftraggeber gearbeitet und haben unser Geschäftsfeld dann immer mehr ausgebaut. Unser zunächst starker Schwerpunkt auf digitalem Design bestimmt unsere Tätigkeit noch immer. Aber wir setzen inzwischen viel mehr Projekte auch technisch um. Der große Anfangskunde hat auch stark beeinflusst, wie die Firma funktioniert hat und wie ich sie aufgebaut habe. Nachdem wir uns nun vor einem Jahr getrennt haben, war das nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, Strukturen und Aufgabengebiete noch einmal neu zu denken.

Wir arbeiten nun deutlich flexibler, setzen viele Projekte selbst um und beraten gleichzeitig auch große Projekte, die unsere Kapazitäten übersteigen würden. Das ist eine tolle Kombination. In der Beratung kann ich wirklich unterstützen und meine Erfahrung aus 18 Jahren Webentwicklung und Onlinemarketing zum Beispiel bei Relaunches einbringen. Hier geht es von der strategischen Ausrichtung über die Technologieauswahl, die Agenturauswahl bis hin zur Beratung bei der Umsetzung. In der Entwicklung bleiben wir am Ball an den aktuellen Trends, sowohl was die Arbeitstechniken (wir arbeiten verteilt und rein digital vernetzt, Stichwort New Work) angeht, aber auch die tatsächliche Umsetzung.

Mit welchem Ziel haben Sie sich selbständig gemacht? Haben Sie Ihr Ziel erreicht?

Ich wollte unabhängig arbeiten und meine eigenen Projekte vorantreiben. Darüber hinaus wollte ich ein produktives, unterstützendes, wertschätzendes und kreatives Arbeitsumfeld für mich und meine Mitstreiter schaffen. Und natürlich wollte ich von meiner Arbeit auch nach der Gründung gut leben können. Mit einigen Abstrichen hier und da hat das bisher gut funktioniert.

Welchen Herausforderungen mussten Sie sich stellen und mit welchem Ergebnis?

Im Laufe der Zeit kommen immer wieder Herausforderungen auf einen zu und nicht mit allen hat man vorher gerechnet. Da ich selbst Mutter bin und bis auf die schönen Zeiten nach den Geburten immer Vollzeit gearbeitet habe, kenne ich alle Herausforderungen rund ums Kinderkriegen und Kinderkrankheiten. Die haben wir in allen Projekten gut gemeistert, auch mit frisch gebackenen Vätern, die dann plötzlich nicht mehr operativ im Einsatz waren, mehrere kleine kranke Kinder zu Hause hatten oder mit werdenden oder frisch gebackenen Müttern. Eine größere Herausforderung war dann schon der Wegfall eines sehr großen Auftrages. Auch wenn sowas nicht über Nacht passiert, ist die Herausforderung insbesondere in kleinen Teams sehr groß. Man ist noch mit der Abarbeitung des auslaufenden Auftrages beschäftigt, müsste schon mit wehenden Fahnen Akquise machen und hat letztlich keine Zeit dafür. Ich arbeite daran hier besser zu werden und vorzubauen.

Welche Angebote zur Entwicklung Ihres Unternehmens haben Sie in Anspruch genommen? Was war für Sie am hilfreichsten?

Gerade am Anfang hatte ich gar keine Zeit, Angebote wirklich anzunehmen. Über die Gründerinnenzentrale hatte ich mich vor allem im Bereich Steuern & Finanzen beraten lassen. Das war sehr hilfreich, auch meine erste Steuerberaterin habe ich so kennengelernt. Gern würde ich mehr Angebote annehmen (Vorträge, Treffen etc.), allein fehlt die Zeit.

Wer unterstützt sie als Unternehmerin und als Person?

Ganz klar mein Mann und meine Familie. Mein Mann ist mein wichtigster Ratgeber und Unterstützer, immer positiv, immer optimistisch, immer hilfreich. Darüber hinaus habe ich immer wieder eine Coachin, die mir zum einen im Bereich Vertrieb auf die Hinterfüße tritt, aber auch hilft, persönliche Entwicklungsschritte zu gehen. Letztlich kann das Unternehmen nur soweit springen wie ich es zulasse, da arbeite ich immer wieder an meinen Grenzen.

Wie schaffen Sie eine Balance zwischen Ihrem Unternehmen und Ihrer Familie/Privatleben?

Mal gut, mal nicht so gut. Wenn ich merke, dass die Waage zu stark in Richtung Unternehmen ausschlägt, versuche ich das wieder auszugleichen. Auch diszipliniere ich mich, fange früh an zu arbeiten, damit ich dann doch zumindest am frühen Abend zuhause bin. Das klappt nicht immer, manchmal sagt mir aber auch mein Sohn, dass ich noch nicht nach Hause kommen soll. Dann will er seine Ruhe haben. Der Haushalt ist ein ewiges Thema. Wir holen uns Unterstützung, aber da bleibt viel liegen. Mut zur Lücke.

Mein großer Sohn, seine Freundin und auch meine Nichte und mein Mann haben mich bei Projekten und Messen schon unterstützt. Manchmal sind wir ein richtiges Familienunternehmen und das finde ich großartig.

Agidium – Beratung und Agentur für digitale Umbrüche UG (haftungsbeschränkt)

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