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Hannah Pehlgrimm, Praxis für Ganzheitliche Frauenheilkunde

Gründungsjahr: 2012, Branche: Gesundheit/Medizin

Was macht Sie zur erfolgreichen Unternehmerin?

Ich habe seit 2012 stetig meine Frauennaturheilkunde-Praxis aufgebaut. Auch eine Babypause brachte mich nicht von meinem Ziel ab, sondern erweiterte meinen Horizont und damit auch meine Behandlungsmöglichkeiten. Ich bin überzeugt von meinem Konzept und freue mich täglich mit meinen Patientinnen über ihre Entwicklung. Alle Bereiche der Selbständigkeit habe ich mir über die Jahre selbst angeeignet, von der Buchführung über die Werbung bis hin zu meinem Profil als Behandlerin. Ich bin wirtschaftlich unabhängig.

Wie war Ihr Werdegang von der Gründung bis heute?

Ich startete 2012 direkt nach der Heilpraktikerprüfung in einer kleinen Praxis als Untermieterin. Zunächst versuchte ich, vor allem über Massagen Kundinnen zu gewinnen und behandelte 2 Jahre lang mit Homöopathie und Pflanzenheilkunde, ohne inhaltlichen Schwerpunkt. Dann entschied ich mich, die Frauenheilkunde zu meinem Expertenthema zu machen, weil ich persönlich sehr daran interessiert war und einen hohen Bedarf beobachten konnte. Ich bildete mich mithilfe von Literatur und Seminaren fort und lernte mit jeder Frau, die ich begleitete, dazu. So schärfte sich mein Profil immer mehr und mittlerweile bin ich als Heilpraktikerin für Frauenheilkunde am Berliner Markt etabliert. Eine Babypause 2015 ließ mich noch fokussierter und selbstbewusster werden, da ich nun als Mutter zwischen Berufstätigkeit und Familie balancieren musste. Auch die Erfahrung der Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit und als Mutter ließ mich wachsen und Klientinnen mit diesen Themen gut begleiten. Die Praxis wuchs ebenfalls weiter und ich bekomme mittlerweile viele Empfehlungen wie auch Anfragen über meine Webseite. 2017 zog ich in neue, größere Räume am Botanischen Garten. 2018 begann ich, das Unternehmen FEMNA Health zu beraten, das spezialisierte Teemischungen für Frauen zu den Themen Menstruation, Zyklus und Wechseljahre anbietet.

Mit welchem Ziel haben Sie sich selbständig gemacht? Haben Sie Ihr Ziel erreicht?

Ich wollte es schaffen, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen mit einer Tätigkeit, von der ich zu 100 % überzeugt bin und bei der ich stetig dazulerne. Außerdem war es mir wichtig, selbstbestimmt zu arbeiten. Dieses Ziel habe ich erreicht, ich behandele nun ausschließlich zu frauenheilkundlichen Themen in meiner eigenen Praxis. Ich kann mich weiter fortbilden und so den Bedürfnissen meiner Klientinnen gerecht werden. Dazu macht die Arbeit viel Spaß und trägt mich nun schon seit fast 2 Jahren vollständig.

Welchen Herausforderungen mussten Sie sich stellen und mit welchem Ergebnis?

Die größte Herausforderung war der Neustart nach der Babypause mit den veränderten Ansprüchen zu Hause sowie die ständige Herausforderung, im Vertrauen zu bleiben, auch wenn nicht ständig neue Patientinnen an die Tür klopften. Dies war vor allem in den ersten Jahren eine Geduldsprobe und ein ständiges Sich-selbst-in-Frage-stellen und weiterentwickeln. Es hat mir aber geholfen, klar zu definieren, wie ich arbeiten möchte und was ich anbiete. Und die Geduld wurde mehr als belohnt!

Welche Angebote zur Entwicklung Ihres Unternehmens haben Sie in Anspruch genommen? Was war für Sie am hilfreichsten?

Zu Beginn durfte ich einige Stunden bei einer Frau, die als Gründungscoach Existenzgründungen unterstützt, in Anspruch nehmen. Diese Stunden wurden vom Jobcenter finanziert. Über Jahre war das Jobcenter eine Möglichkeit, den Verdienst aufzustocken, bis ich es nicht mehr benötigte. Zudem buchte ich privat Coaching-Stunden, um mein Profil weiter zu entwickeln. Beide Coaching-Möglichkeiten haben mich sehr unterstützt und bereichert. Auch eine regelmäßige Supervision bei einer ehemaligen Lehrerin nahm ich mehrere Jahre in Anspruch. Hier konnte ich Fälle besprechen und Unsicherheiten in der Praxisführung aufarbeiten.

Wer unterstützt Sie als Unternehmerin und als Person?

Ich habe mit 2 Kolleginnen einen kleinen Intervisionskreis gegründet. Wir treffen uns regelmäßig, um uns gemeinsam weiterzubilden und uns auszutauschen. Das empfinde ich als große Unterstützung. Meine größte private sowie auch berufliche Unterstützung ist mein Partner, mit dem ich mir die Räumlichkeiten teile. Er ist ebenfalls Heilpraktiker und über die Jahre haben wir uns regelmäßige Formate, wie z.B. das Zwiegespräch, geschaffen, in denen wir uns austauschen und unsere Visionen entwickeln. Weiterhin unterstützt mich meine Mutter, indem sie regelmäßig 1x pro Woche meine Tochter vom Kindergarten abholt.

Wie schaffen Sie eine Balance zwischen Ihrem Unternehmen und Ihrer Familie/Privatleben?

Am Wichtigsten ist für mich eine klare Zeitstruktur. Ich arbeite strikt nur von 9 bis 15:30 Uhr. Alles, was die Praxis betrifft, erledige ich in diesem Zeitfenster. Danach habe ich den Kopf frei für meine Familie und beantworte auch nicht mein Telefon. Nur so gelingt es mir, nicht in einen reaktiven Modus zu verfallen, in dem ich ständig etwas für andere erledige. Dies war zu Beginn schwierig, durchzusetzen, da viele potentielle Patientinnen gern am Nachmittag oder Abend Termine haben wollten. Ich setze die Priorität bei mir, damit ich meine Arbeit gern und mit einer guten Energie machen kann. Erstaunlicherweise klappt es seitdem sehr gut mit der Terminvergabe.

Dazu habe ich regelmäßige Zeitfenster (morgens und am Wochenende), an denen ich nur für mich bin. In dieser Zeit mache ich Yoga, Meditation, gehe joggen oder schreibe. Zusätzlich versuche ich, gut auf meine Pausen während der Arbeitszeit zu achten. Mein Partner und ich haben eine sehr gute Aufteilung, die es uns ermöglicht, jeder mit unseren Kindern (mein Partner hat noch einen großen Sohn, der 50 % bei uns lebt) Zeit zu verbringen und unserer Arbeit nachzugehen.

Praxis für Ganzheitliche Frauenheilkunde
Moltkestr. 46
12203 Berlin
Telefon: (030) 555 79 379
E-Mail: info(at)berlinerheilpraktikerin(dot)de
Webseite: berlinerheilpraktikerin.de