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Esther Schaefer – Workshop-Moderation, Training & Orientierungsberatung

Gründungsjahr 2015, Branche Dienstleistung

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Nach meinem Studienabschluss der Fotografie und visuellen Kommunikation 1998 war ich insgesamt 17 Jahre als Designerin, Projektmanagerin und Dozentin tätig. Dabei wirkte ich an der Entwicklung von Ausstellungen, Veranstaltungen, Produkten, Corporate Designs und Publikationen mit und war in der Hochschullehre aktiv. Zuletzt plante und organisierte ich das Weiterbildungsprogramm »Design & Company – unternehmerisch Denken und Gestalten« für das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ). Seit 2015 gestalte ich als diplomierte Kommunikationsdesignerin und ausgebildete Moderatorin hauptberuflich Arbeits- und Kommunikationsprozesse.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Im Grunde arbeite ich auch als Angestellte schon selbständig. Immer ging es um Projekte und immer waren die Arbeitsverträge befristet. Leider konnte ich als Angestellte immer dann, wenn ein Wechsel anstand das, was ich aufgebaut hatte nicht mitnehmen. Das wollte ich verändern.

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

Grundsätzlich interessiert mich, wie Menschen arbeiten, was sie antreibt, ihre Potenziale. Als Kommunikationsdesignerin interessiert mich die Gestaltung von Situationen. Ich unterstütze Einzelunternehmer/innen und Teams darin, Arbeitsprozesse bewusst zu gestalten. Mittels unterschiedlicher Methoden werden dabei neue Lösungen entwickelt, Gedanken sortiert, visualisiert und in Handlungsschritte übersetzt. Einer meiner inhaltlichen Schwerpunkte ist die Positionierung für das Eigenmarketing. Hierbei geht es darum, herauszuarbeiten, was ein Angebot oder Produkt leistet und für wen. Zu diesem Thema habe ich für das IDZ auch ein Arbeitsheft entwickelt.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Die größte Entscheidung für mich war es, mich für eine »richtige« Selbständigkeit zu entscheiden, also nicht mehr zu »Patchworken«. Da ich nicht besonders risikofreudig bin und durchaus ein Bedürfnis nach Sicherheit habe, hatte ich die Befürchtung, ich könnte nicht genug Aufträge akquirieren, um daraus meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mein Netzwerk und die positive Resonanz aus diesem, inklusive einiger Aufträge, gaben dann den Ausschlag für die Entscheidung. Danach konnte ich dann viel gezielter vorgehen. Aber auch nach der Gründung ist und bleibt die Akquisition neuer Kunden und Aufträge die größte Herausforderung.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Am meisten Spaß macht es mir, dass beinahe täglich Neues auf mich zukommt. Neue Situationen, Fragen, Aufgaben und vor allem Menschen. Mit all dem Neuen umzugehen, Herausforderungen anzunehmen und daran zu wachsen, ist eine tolle Erfahrung. Auch sich zu vernetzen und auszutauschen ist wunderbar, beispielsweise auch im Rahmen der Gründerinnenzentralen-Events. Auf meinem Weg in die Selbständigkeit gab es ein paar Chancen, die ich glücklicherweise als solche erkennen und ergreifen konnte. Anderen Gründerinnen wünsche ich ebenfalls solche Chancen, das Gespür, diese zu erkennen und den Mut daraus etwas zu machen.

Esther Schaefer

Telefon: 0178-768 24 41
Webseite: estherschaefer.de
E-Mail: es(at)estherschaefer(dot)de