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Julia Müller – ANNAMARIAANGELIKA

Gründungsjahr 2015, Branche: Grüne Mode/Ethical Fashion

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Während meines Modedesign Studiums an der Burg Giebichenstein in Halle habe ich die ersten Kontakte nach Peru geknüpft. Auf einer mehrmonatigen Reise erkundete ich das textile Handwerk vor Ort und traditionelle Produktionsstätten. Im Anschluss an das Studium arbeitete ich zwei Jahre für ein deutsches Modehaus. In dieser Zeit habe ich auch kleinere freiberufliche Projekte umgesetzt und die ersten Ideen für mein Slow Fashion Label ANNAMARIAANGELIKA entwickelt.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Für mich stand fest, dass ich auf längere Sicht gerne im Bereich der grünen Mode bzw. der Ethical Fashion selbständig arbeiten möchte. Hinzu kam meine Begeisterung für Peru und der Wunsch mit den traditionellen ortsansässigen Manufakturen eine Kollektion zu entwickeln. In meinem Label ANNAMARIAANGELIKA konnte ich beides miteinander verbinden.

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

ANNAMARIAANGELIKA ist ein Slow Fashion Label das mit peruanischen Strickerinnen und Strickern zusammenarbeitet. Die Bewahrung traditionellen Handwerks und eine umweltverträgliche & sozialgerechte Produktionsweise bilden das Herzstück unserer Fair Fashion Philosophie. Unsere Pullover und Accessoires werden aus natürlichen Materialien und in sorgfältiger Handarbeit in Lima gefertigt. Gemeinsam mit unserem kleinen Team stricken wir ausgewählte Lieblingsstücke, die Ihren Besitzern lange Freude bereiten.

Jedes unserer farbenfrohen Designs ist inspiriert durch eine persönliche Reiseanekdote aus Peru. Unser kuscheliger Alpakasweater „Hugs“, erzählt beispielsweise die märchenhafte Geschichte einer Wanderung durch die beeindruckende Landschaft der Anden.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Gerade zu Beginn der Selbständigkeit gab es eine Vielzahl bürokratischer und neuer Aufgabenbereiche, in die mich erst einarbeiten musste. Wie etwa das Thema der Buchhaltung oder die Erstellung einer Website. Neben der Unterstützung durch Familie und Freunde konnte ich mir durch ein Existenzgründerseminar in der Vorgründungsphase einen guten Überblick verschaffen. Auch stand die Frage im Raum, ob und wie meine erste Kollektion ohne Kredit finanziert werden könnte. Ich wagte mich an die Ausarbeitung einer Crowdfundingkampagne heran und habe sehr viel in dieser (auch anstrengenden) Zeit gelernt. Dank 112 wundervoller Unterstützer auf Kickstarter konnte meine erste Kollektion realisiert werden.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß?

Mich begeistert es Neues zu lernen und zu entdecken. Durch meine Reisen nach Peru bietet sich mir die Chance, in einen lebensfrohen und sehr kreativen Kulturkreis einzutauchen und mit den unterschiedlichsten Menschen zusammenzuarbeiten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Geht mit Eurer Idee nach draußen und sprecht darüber. Tauscht euch aus und versucht mit anderen Gründerinnen und Gründern in Kontakt zu kommen. Meist stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen wie Ihr und haben wertvolle Tipps.

ANNAMARIAANGELIKA – Julia A. Müller