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Yvonne Irle – Raum zum Sein Berlin

Gründungsjahr 2016, Branche: Gestalttherapie und Traumatherapie

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Yvonne Irle kam durch ihre Mutter schon früh mit dem Thema Gleichberechtigung in Kontakt kam. Sie belegte in ihrem Studium der Sozialpädagogik den Schwerpunkt Soziale Arbeit mit Mädchen und Frauen und absolvierte ein Semester davon in Peru, wodurch sie ihre bisherigen Sichtweisen überdenken und deutlich erweitern konnte. Im Anschluss daran war Yvonne Irle sechs Jahre lang bei Ban Ying e.V. als Sozialpädagogin tätig. Dort unterstützte sie Migrantinnen, die von Menschenhandel betroffen sind, in einer Zufluchtswohnung. Während dieser Zeit belegte sie die Weiterbildungen zur Gestalttherapeutin, Traumafachberaterin, HP Psychotherapie etc.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Es war schon lange mein Traum als Therapeutin zu arbeiten. Meine eigentliche Tätigkeit verlangte jedoch viel Aufmerksamkeit und Energie von mir. Daher war mir klar, dass eine Gründung neben der regulären Arbeit schwer würde. Ich beschloss, alles in die Waagschale zu werfen und machte mich selbstständig. Zusammen mit einer Freundin fand ich mehr zufällig als absichtlich eine Praxis, in der wir heute gemeinsam tätig sind.

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

Das jeder Mensch bereits alles in sich trägt, was sie*er zur Heilung benötigt. Durch Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben und Blockaden im Körper, die sich dadurch aufgebaut haben, ist der Weg zum Herzen manchmal verstellt. Aber es ist alles schon vorhanden, denn wir sind mehr als das menschliche Sein.

Die Menschen (zurück) in ihren Körper und zu ihrem Herzen zu bringen, das ist mein größter Wunsch. Sie bei dem Erkennen zu begleiten, dass alles schon in ihnen ist, ist ein Geschenk für mich.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Es war ein großer Sprung den sicheren Job zu kündigen und in die Selbstständigkeit zu gehen. Immer wieder wechselten sich Zeiten von prekären Jobs und Arbeitslosigkeit ab. Es war zuweilen sehr herausfordernd und ist es auch jetzt manchmal noch. Zudem ist mein Eindruck, dass die Politik Selbstständige stärker unterstützen könnte (siehe z.B. soziale Absicherung). Mit z.B. dem Grundeinkommen wäre dieser Übergang meiner Ansicht nach einfacher.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Die freie Einteilung von Zeit ist eine wunderbare Sache. Ohne Chef(in) zu arbeiten und eigenen Impulsen frei folgen zu können, ist klasse. Jetzt arbeite ich sogar manchmal samstags und es macht mir gar nichts aus.

Was ich anderen Gründerinnen mitgeben möchte? Traut euch. Wir Frauen können so viel und sehen es manchmal so wenig. Holt euch Unterstützung, vernetzt euch, bereitet euch auch gut vor und dann – legt los.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg ist für mich, wenn ein*e Klient*in beginnt, sich selbst zu spüren und erkennt welches Potenzial in ihr*ihm steckt. Einen neuen Umgang mit alten Problemen zu entdecken und Dinge loslassen zu können, gehören auch dazu. Letztendlich ist Erfolg für mich, wenn der Mensch, mit dem ich arbeite, auf ihrem*seinen Weg weiterkommt.

Der finanzielle Erfolg gehört für mich auch dazu. Anfallende Rechnungen und Kosten gut begleichen zu können und es mir daneben auch gut gehen lassen zu können, halte ich ebenso wichtig für mich, wie auch für meine Klient*innen. Denn dann erst können wir den Blick nach innen richten. Was ein Luxus sein kann.

Yvonne Irle – Raum zum Sein Berlin

Hohenfriedbergstraße 10a
10829 Berlin
Telefon: 0176-99 85 33 12
Webseite: www.raum-zum-sein-berlin.de